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Young-Schemata: 18 emotionale Verletzungen in Beziehungen


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Sie wiederholen ständig die gleichen Beziehungsmuster: wählen Sie emotionell nicht verfügbare Partner, fliehen vor Nähe, geben alles bis zur Erschöpfung. Hinter diesen Wiederholungen verbergen sich das, was Jeffrey Young frühe maladaptive Schemata nennt: tiefe Überzeugungen, die in der Kindheit geformt wurden und Ihr emotionales Leben im Erwachsenenalter weiterhin lenken.

Was ist ein frühes maladaptives Schema?

Ein frühes maladaptives Schema ist ein durchdringendes emotionales und kognitives Muster, das sich in der Kindheit oder Adoleszenz entwickelt und sich ein Leben lang wiederholt. Es entsteht, wenn die grundlegenden Bedürfnisse des Kindes nicht erfüllt werden: Sicherheit, bedingungslose Liebe, Autonomie, realistische Grenzen, freie Ausdrucksweise.

Jeffrey Young (1990) entwickelte die Schematherapie, nachdem er feststellte, dass klassische KVT für manche Patienten mit tief verwurzelten Problemen nicht ausreichte. Seine Therapie integriert KVT, Bindungstheorie, Gestalt und erfahrungsorientierte Ansätze.

Die 5 Schemabereiche

Bereich 1: Trennung und Zurückweisung

Das Kind hat keine sichere Basis erhalten. Dies führt zu der Überzeugung, dass seine Bedürfnisse nach Liebe und Sicherheit niemals erfüllt werden.

  • 1. Verlassenheit/Instabilität: « Die Menschen, die ich liebe, werden mich verlassen oder verschwinden. »
  • 2. Misstrauen/Missbrauch: « Andere werden mich manipulieren, belügen oder ausnutzen. »
  • 3. Emotionale Entbehrung: « Niemand wird meine emotionalen Bedürfnisse wirklich verstehen. »
  • 4. Unvollkommenheit/Scham: « Ich bin grundlegend fehlerhaft, schlecht, nicht liebenswert. »
  • 5. Soziale Isolation: « Ich bin anders als andere, ich gehöre zu keiner Gruppe. »

Bereich 2: Mangel an Autonomie

Das Kind wurde nicht ermutigt, seine Kompetenz und Unabhängigkeit zu entwickeln.

  • 6. Abhängigkeit/Inkompetenz: « Ich bin unfähig, mein Leben allein zu bewältigen. »
  • 7. Anfälligkeit für Gefahren: « Eine Katastrophe kann jederzeit eintreten. »
  • 8. Verschmelzung/Unterentwickeltes Selbst: « Ich existiere nicht außerhalb meiner Beziehung. »
  • 9. Scheitern: « Ich bin grundlegend inkompetent, ich werde immer scheitern. »

Bereich 3: Unzureichende Grenzen

Das Kind hat nicht gelernt, Grenzen, Gegenseitigkeit und Disziplin zu respektieren.

  • 10. Übertriebene persönliche Rechte: « Ich verdiene eine Sonderbehandlung, Regeln gelten nicht für mich. »
  • 11. Unzureichende Selbstbeherrschung: « Ich ertrage Frustration nicht, ich muss sofort Befriedigung erhalten. »

Bereich 4: Ausrichtung auf andere

Das Kind hat gelernt, die Bedürfnisse anderer vor seine eigenen zu stellen.

  • 12. Unterwerfung: « Ich muss mich den Wünschen anderer unterwerfen, um Konflikte zu vermeiden. »
  • 13. Entsagung/Selbstaufopferung: « Ich muss alles anderen geben, selbst auf Kosten meiner selbst. »
  • 14. Approbationssuche: « Mein Wert hängt vom Blick der anderen ab. »

Bereich 5: Überüberwachung und Hemmung

Das Kind ist in einer anspruchsvollen Umgebung aufgewachsen, in der Spontanität unterdrückt wurde.

  • 15. Negativität/Pessimismus: « Die Dinge werden unweigerlich schiefgehen. »
  • 16. Übermäßige emotionale Kontrolle: « Ich darf meine Emotionen nicht zeigen. »
  • 17. Hohe Anforderungen/Selbstkritik: « Nichts ist jemals gut genug. »
  • 18. Bestrafung: « Fehler müssen schwer bestraft werden. »

Wie sich Schemata im Erwachsenenleben manifestieren

Schemata äußern sich durch drei Mechanismen (Young et al., 2003):

  • Die Aufrechterhaltung: Sie verhalten sich so, dass Sie das Schema bestätigen (z.B.: jemand mit Scheiternschema sabotiert seine Projekte)
  • Die Vermeidung: Sie fliehen vor Situationen, die das Schema aktivieren (z.B.: Vermeidung von Nähe, um das Verlassenheitsschema nicht zu aktivieren)
  • Die Überkompensation: Sie zeigen das gegenteilige Verhalten (z.B.: jemand mit Unterwerfungsschema wird autoritär)
Claire, 41 Jahre: « Ich realisierte, dass ich immer emotional nicht verfügbare Männer wählte. Als ich mein Emotionale-Entbehrungsschema verstand, sah ich, dass ich unbewusst den Mangel recreierte, den ich als Kind bei meiner depressiven Mutter erlebt hatte. »

Schematheerapie: wie man heilt

Die Schematherapie kombiniert mehrere Ansätze:

  • Die Identifizierung: Dominante Schemata durch Fragebögen und emotionale Erkundung erkennen
  • Das Verständnis: Schemata mit Kindheitserfahrungen verbinden, die sie erschaffen haben
  • Limitiertes Eltern-Reparenting: Der Therapeut bietet einen sicheren Raum, um unerfüllte Bedürfnisse teilweise zu erfüllen
  • Erfahrungsorientierte Arbeit: Dialog mit Teilen des Selbst (verletztes Kind, kritischer Elternteil)
  • Kognitive Umstrukturierung: Grundlegende Überzeugungen in Frage stellen
  • Verhaltensveränderung: Wartungsmuster durchbrechen
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Dieser auf Jeffrey Youngs Modell basierende Test bewertet die Präsenz und Intensität Ihrer frühen maladaptiven Schemata und hilft Ihnen, Ihre Beziehungswiederholungen zu verstehen.

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Wie man allein anfängt

  • Identifizieren Sie Ihre 2-3 dominanten Schemata (der obige Test kann Ihnen helfen)
  • Erkennen Sie, in welchen Situationen sie sich aktivieren
  • Beobachten Sie Ihre automatischen Reaktionen (Aufrechterhaltung, Vermeidung, Überkompensation)
  • Verbinden Sie sie mit bedeutsamen Kindheitserinnerungen, wie der Auswirkung von toxischen Eltern
  • Beginnen Sie, mit dem Mitgefühl zu sich selbst zu sprechen, das Sie für ein verletztes Kind hätten

Fazit

Die 18 Young-Schemata bieten eine wertvolle Landkarte, um zu verstehen, warum wir die gleichen schmerzhaften Muster wiederholen. Ein Schema zu benennen, ist bereits der erste Schritt, sich davon zu befreien. Die Schematherapie zeigt, dass es möglich ist, diese zu transform

Kurz gesagt : Jeffrey Youngs Konzept der frühen maladaptiven Schemata beschreibt tiefe emotionale und kognitive Muster, die in der Kindheit entstehen und das Erwachsenenleben prägen. Diese 18 Schemata verteilen sich auf fünf Bereiche: Trennung und Zurückweisung, Mangel an Autonomie, unzureichende Grenzen, Ausrichtung auf andere sowie Überüberwachung und Hemmung. Sie entstehen, wenn grundlegende Bedürfnisse wie Sicherheit, Liebe und Autonomie nicht erfüllt werden, und manifestieren sich später durch Aufrechterhaltung, Vermeidung oder Überkompensation. Die Schematherapie integriert kognitiv-verhaltenstherapeutische, bindungstheoretische und erfahrungsorientierte Techniken, um diese Muster zu identifizieren und zu heilen. Durch das Verständnis der eigenen dominanten Schemata und ihrer Kindheitsursprünge können Menschen destruktive Beziehungsmuster durchbrechen und sich selbst mit dem Mitgefühl begegnen, das verletzten Kindern gebührt.
Gildas Garrec, Psychopraticien TCC

A propos de l'auteur

Gildas Garrec · Psychopraticien TCC

Psychopraticien certifie en therapies cognitivo-comportementales (TCC), auteur de 16 ouvrages sur la psychologie appliquee et les relations. Plus de 1000 articles cliniques publies sur Psychologie et Serenite.

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